664 Leidenschaften.
Wir werden sehen, wie die Rachsucht des Grafen Bo«nifazens Afrika den Wenden; des Grafen Julians Spa,nien den Arabern; des Herzogs Philipps einen TheilFrankreichs den Engländern in die Hände spielte; wie dieRachsucht der A?ork und Lancaster in wenigen Jahren mehrals achtzig Prinzen vom königlichen Geblüte aufrieb.
Wir werden sehen, wie die Leidenschaft der Liebe diegrößesten Männer heruntergefehet, die Reiche umgestürzet,Verwirrung und Zwietracht unter die Völker gestreuet hat.Was für Unheil und Zerrüttungen stiftete nicht die Liebe desParis, des Mark Antons, des Herodes, Heinrichs des
Achten,
Bonifa;^ rkef die Wenden unter Genserich aus Spanien zu Hülfe, umKaiser Dalentian dem III. in Afriken Trotz zu biethen.
Julians Ein «ethischer Gräfin Spanien, hat sich an Roderich demKönige, der seine Tochter geschändet hatte, dadurch gerächet, daß erden Saracenen einen Theil Spaniens ciuräumte.
Philipps Der Gütige genannt, Herzog von Burgund, rächte de»Tod seines Vaters an dem Dauphin, Karkdes VI. Sohne, dem er dieKrone rauben wollte, da er sich zur Partey Heinrich des V. Königs inEngla..dc schlng.
Aork und Lancaster) Zwey Geschlechter in Engiaude, derer Par.teyen unter dem Namen der rothen und der weißen Aase lange Zeitmit vielem Blutvergießen um die Krone eiferten.
Paris) Ein trojanischer Prinz, hat durch die Entführung Helenensau« Griechenlands seiner Vaterstadt den Untergang zugezozen.
Mark Antons Seine unsinnige Liebe zu Kleopakrcn, der Königin»von Aegypten wer die Ursache seiner Niederlagen und seines Todes.
Herodco) Seine btiischäudrische Liebe ist aus der heiligen Schrift be-kannt.
Heinrichs des Achtens Seine Liebe zur Anne von Beulen, und diebetrübten Folgen, die für die Religion danaus entstanden-sind, bleibenimmer eine merkwürdige Epoche in der engländischrn Geschichte.