Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
663
Einzelbild herunterladen
 

Leidenschaften. ssz

liche Geschlecht mehr heruntergeseßt, und verächtlicher undunglücklicher gemacht har, als die Leidenschaften. Wirwerden sehen, daß sie allezeit alles, Gerechtigkeit, Gefühl,Menschlichkeit, Tugend, Ehre, und alle unverbrüchlichsteund heiligste Rechte, für ihre Befriedigung aufgeopfert ha»Len.

Wir werden sehen, wie der Ehrgeiß der Nachfolger Ale-xanders, beynahe in allen Gegenden Griechenlands, Ae-gyptens, und Morgenlandes, Ströme von Blute vergoß;wie der Ehrgeiz des Marius und des Sylla durch Mord-tharen, Mehlungen, Verbannungen die halbe Welt verwü-stete; wie der Ehrgeiz Cäsars dem Vaterlande die Frey-heit für immer raubte; wie der Ehrgeiz des Stiliko daswestliche Kaiserrhum in den Untergang riß; wie der Ehr-geiz Lromwells seinen König auf das Blutgerüst führte.

^ Wir

Nachfolger Alexanders^ Die langwkehrigen Mishälligkeitcn wegender Thronfolge nach Alerandern sind bekannt genug. Kassander, An-tipaters Sohn , ließ die Mutter Mäanders, und seine -beyden Söhnenebst ihren Müttern aus der Welt schaffen, um sich das Reich zuversichern.

Marius und Gylla^ gween römische Bürgermeister, führten sehrlauge Kriege gegen einander, und übten in Rom die großesten Grau«samkerten aus.

Cäsach Cajns Julius, der erste römische Kaiser, wurde von Verschwv«rcnen im Rache, welche die Frepheit der Republik rächen wollten, er-mordet.

ScUrkoi Er misbrauchte das Vertrauen des abendländischen KaisersHouorius, der seine Tochter zur Ehe hatte, sosehr, daß er das Kai-serthum seinem Sohne in die Hände spielen wollte. Sein Vcrrathwurde entdecket ,und er verlor zu Rsvenuen das Leben.

Cooniwell^ Ollvler» jener berufene Rebell in Englands, ließ KönigKarl den I. von dem Unterhanse des Parlaments zum Tode verurthei-leu, und tüsts vor dem königlichen Palaste öffentlich enthaupten.

T t4