Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
644
Einzelbild herunterladen
 

644 Jcphte.

sch geordnet war; mW die sieben nnd zwanzig ersten Ver<se desselben Kapitels geben davon die umständlichste Erklä-rung: sie handeln sogar von keinem andern Stoffe. Wennes aber um eine persönliche Weihung zu einem heiliqern Le-ben , und zu vollkommnern Andachtübungen zu thun war;so konnte man sich nicht davon lookrufen. Deßhalbm heißtes im acht und zwanzigsten Verse: was einmal dem Herrngeweihet worden ist, bleibt ihm als eine ganz geheiligteSache eigen. Omne, quoä Oomino conlecrutur, livekorno tuerit, live animal, live aZer, non venäetur,nec reciimi potent, (^incl^uicl semel suerit consecra-tum , lanölum sanÄorum erit Oomino. Also konntendie Nazaräer von der Erfüllung ihrer Gelübde keineswegsenthoben werden; und man liest in der ganzen Geschichteder Hebräer kein Beyspiel, daß jemals einer davon ausge,nommen worden wäre.

Alle Weihungen zogen also nicht nothwendiger Weiseden Tod nach sich. Hätte man ein Feld, einen Acker, einHaus umbringen; hätte man ein unreines Thier als ein Opferschlachten können ? Unterdessen konnten alle diese Dinge ge,weihet werden. Es waren also nur die Thiere, welche durchdas Gesetz für tauglich bezeichnet waren, Gotte geopfert zuwerden, dem Tode unterworfen, wie in den9, ro, und11 Versen eben desselben Kapitels umständlich angczeigt ist.

Außerdem findet man jn den Gesetzen von den Opfernnichts / was nicht vernünftig, anständig, und geschickt,re, die Heiligkeit des Dienstes ausMrücken, den man derGottheit schuldig ist. Die Verfluchungen, wodurch gewisseVölker zum Tode gewidmet wurden, haben allezeit nur dieRananäer, Amorrhäer, u. d. g. getroffen, Lerer abscheuli-cher Aberglauben sowohl die Menschlichkeit als die Gottheit

belei-