Iephte. 641
fts wollen wir mit Aufmerksamkeit untersuchen, um zu bttweisen, daß sie aus eitel Unwissenheit und voll Untreue als-reden.
I.
Hier sind dann die Opfer von Menschenblute deutlichbestätiget, ruft das große Orakel der philosophischen Rottemit Eifer aus, wo er von diesem Gelübde des Iephte redet:kein Umstand in der Geschichte ist richtiger bewiesen.Man kann von einem Volke nur aus seinen Archiven undaus dem, was es von sich selber erzählet, sicher schlittßen.
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Diese Sprache ist sehr verwägen, und sehr entscheidendin einer Sache, die ungewiß, unwahrscheinlich, Und bey»nahe als falsch bewiesen ist.
i. Die Sache ist sehr ungewiß. Hat Iephte seine ein-zige Tochter umgebracht, oder nur Gotte geweihet? Dieberühmtesten und einstchtvolleften Gelehrten: Le Llerc, Mattsham, Vakable, pagnin, de Lyra, und eine große Men-ge anderer, sind dieser letzten Meynung; und diese Herren,welchem der Schrift viel bewanden, und der hebräischenSprache ganz kundig sind, bedienen sich des Grundrextes,um die Meynung derjenigen zu zernichten, die das blutigeOpfer dieses jungen Mägdchenö zugeben. Der hebräischeText, sagen sie, muß auf diese Weise übersetzt werden, wenner getreu geliefert werden will: „ * Da kam der Geist Got-,, teö auf Iephte; und er that dem Ewigen ein Gelübd, und„ sprach: Wenn du die Kinder Ammons in meine Hände
„ lieferst,
* Richt. n. Rap.
1 . Band.
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