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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
640
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XXI.

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Jephte.

OSephte war ein Söhn eines mächtigen Israeliten, der inc^) der Landschaft Galaad, gegen Osten am Jordan woh-nete. Er brachte seine ganze Jugend in der Uebung der Was,fen zu, und wurde nachmals Richter oder Oberhaupt desGemeinwesens bey den Hebräern. Als seine Landsleute vondem Könige der Ammoniter angegriffen wurden, erwähltensie ihn zu ihrem Feldherrn. Jephte nahm den Auftrag an,den man ihm anbsch, und ließ alsogleich diesen Fürsten umdie Ursachen seiner Kriegserklärung fragen. Der König derAmmoniter empfieng die Gesandten hochmüthig, und ließdem Jephte sagen: er verlange das ganze Land zurück, wel,ches zwischen den Flüssen Jordan, Jaboc, und Arnon läge,wovon die Israeliten mit Unrechte Besitz genommen hätten.Jephte ließ ihm dagegen antworten: er lasse sich sehr spar zuSinne kommen, ein Land zurückzufodern, wovon die Jsrae,kiten seit dreyhundert Jahren im ruhigen Besitze waren; ersollte sich mit dem genügen lassen, was er unter dem Schu»tze seines Gottes Lhamos besäße; er aber wolle mit allen sei«nen Kräften das Land verrheidigen, welches die IsraelitenLurch die Siege, die ihnen der Herr verliehen hatte, mitRechte erobert haben: und alsbald machte er sich auf denWeg, die Ammoniter zu bekriegen. Während dieses Heer,zuges thar er jenes berufene Gelübd, bey dessen Gelegenheitunsre Philosophen so viel Wesens machen, als wäre Jephteaus Gottseligkeit der Mörder seiner eignen Tochter gewesen,und als hätte er sechsten seine Hände in ihr Blut getauchet,um sie dem Herrn als ein Brandopfer zu schlachten. Die,

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