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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
617
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Höchstes Gut. si?

scher,, der leidet, sehr unglückselig. Also unterweist er dasmenschliche Geschlecht.

VI.

Saget, daß der verfolgte weise seinem unverschäm-ten Verfolger vorzuziehen sey; saget, daß ihr jenen lie-bet, und diesen verabscheuet. Aber gestehet, daß devweisein den Fesseln roll wird, wenn es verweise nichtbekennet, so bekriegt er euch: er ist «in Mavktschreyer.

Hier treibt dieser Mann, der sich einen Philosophen neu,net, die Markkschreyerey und die Ungereimtheit auf das Höch-ste. Es ist nicht Hart, dieses kennbar ;u machen. Man hatdazu nichts vonnöthen, als die zwey Worte: Leiden, undToll werden zu bestimmen.

Das Leiden, der Schmerz ist eine unangenehme Empfin,düng, wovon sich der Mensch, so viel er kann, entfernet.Allein man kann sich auch über diese Empfindung erheben,durch Beweggründe, welche auf die Seele einen noch stär.kern Eindruck machen, als der Schmerz sechsten; wie wennman für die Religion, fürs Vaterland, für die Tugend, fürdie Ehre leidet, kann man alsdann nicht allein herzhaft undgeduldig, sondern sogar mit Freuden leiden. Diese Herzhafttigkeit ist das Kennzeichen'großer Seelen, und machet dieTugenden zu wahren Heldcnlugenden.

Toll werden im Leiden, heißt wider seinen Willen undmit einer ausschweifenden Ungeduld leiden, weil die Seeledas Unvermögen der Bemühungen fühlet, die sie anwendet,Um sich dein Schmerzen zu entziehen.

Nach diesen Bestimmungen wird man sogleich von derganzen Ungereimtheit der Vorträge unferS Schriftstellersüberzeuget. Der Weise kann leiden; aber er wird nicht roll^ Qq 5 im