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1 (1777) A - L
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611
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Höchstes Gut. - H-r

-es Menschen, ichmeyne, in der Seele, empfinden las,sen , deren ganze Glückseligkeit allein in der Tugend be-stehen kann, weil sie allein die (Quelle der Schönheit, derEhrlichkeit, des wahren Ruhmes , und des ächten Ver-gnügens ist. Aristoteles hatte sich eben so nachdrücklich aus,gedrückt, als er uns sagte: * Das höchste Gut kann nurin der Seele wohnen; das ist, in jenem Haupttheike desMenschen, der, nach den Gesetzen der Natur, gebie«then und herrschen soll: und es muß die Renntniß vonallen Dingen begreifen, welche die Tugend und die Gott-heit angehen. Plato saget uns in seinem Gespräche, daser Philebus heißt: das höchste Gut bestehe nicht nur in derWeisheit, oder dem Vergnügen allein; sondern in der Verei-nigung ihrer beyden.

Wir haben ferner gesagt, daß das höchste Gut jede Art vonBedürfnissen, Schmerzen, Begierden, und alles ausschlie-ßen soll, was der Ehre und der Tugend zuwider wäre: undeben dieselben Philosophen werden uns da zur Beleuchtungdienen. ** Eiu Mensch, der vollkommen glücklich ist,genüget sich selber, saget Einer: und er kennt weder dieBegierden, noch die Unruhe, noch das Bedürfniß. wirkönnen Niemanden glücklich nennen, saget der andere,*** als denjenigen, der von allen jenen Bewegungen be-freiet ist, welche von den Begierden und der Furcht imHerzen erreget werden; und der sich niemals vom Feuerder Leidenschaften, oder vom Ungestüme der Freude,oder von der Hitze des Vergnügens dahtnreißen läßt.Daraus sollen wir schließen, daß die wahre Glückselig,

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