Gottesdienst.
II.
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wozu dienen, fraget der philosophische Kriegsmann,*jene abergläubischen Gebräuche, die man uns als heiligvorstellet? jene Messen, jene Gesänge, jene Lerernonien,denen man uns beywohnen heißt ? u. s. w.
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Der Aberglauben ist eine Art Gottesdienste, welcherGott beleidiget, anstatt ihn zu ehren. Wie möchte wohlder vorgebliche Philosoph beweisen, daß der Gesang von ge,heiligten Psalmen, die Messe, die Geberhe, die man zuGotte verrichtet, um seine Wohlthaten zu erkennen, oderseinen Beystand anzuflehen, und die übrigen Gebräuche deschristlichen Gottesdienste, den Herrn beleidigen ? DasWort: Aberglauben, ist bald ausgesprochen, aber oft sehrübelständig angewendet.
III.
Der große Voltaire findet, daß es unanständig für denSchöpfer wäre, wenn er von seinen Geschöpfen eine Huldi,gung foderre; und man vernehme, wie er seinen Gedankenausdrücket: **
Nun welchen Gottesdienst verlangt er ? welche Pflicht?Ohn eure Huldigung, ist er der Höchsts nicht?wird er voll Eifersucht, die seine Macht nicht Zieret,Durch hauchlerisch Gebeth, durch Schmäuchellob ge,
rühret?
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Aber was wäre dann unanständig dabey, wenn Gottvon seinen Geschöpfen verlangte: i. eine Huldigung, wie siedie Fürsten von ihren Unterthanen fodern; 2. eine Dankbar,
keit.
* 20. Rap.
" Ged. vom rratürl. Gesetz.