Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
593
Einzelbild herunterladen
 

'slßl ^

,jW

ji>B^

Ms

sF

zL>

Gottesdienst. ^§z

gion beständig cmftvecke, ernähre, und erhalte. Ohne die»ses Hülfsmittel würden alle Absichten der Religion allmäh,lich schwach werden, und vieleicht ganz verschwinden» Ver,weist man den Gottesdienst aus der Religion; sieht undhöret der Mensch nichts mehr, das ihn daran erinnert: sowird sie bald vergessen, und aus seinem Herzen getilgerseyn.

Hier hat man, wie wir es schon weiter oben gesagt ha,ben, sehr einfache und sehr deutliche Begriffe, welche ausder lautersten Vernunft entstanden sind. Sie sind eben soviele Wahrheiten, die man mit guter Meynung weder strei-tig machen, noch anftchten kann; denn man kann ihnen nichtsso klares und augenscheinliches entgegensehen»

Es ist auch der Gottesdienst in der Religion eben so alt-als die Welt sechsten. Man kann die Zeit seiner Stiftungund seines Anfanges nicht bezeichnen. Man sieht aus demersten Buche Moses, daß die Kinder Adams Eorre schonOpfer brachten. Es hak allezeit bey allen Völkern einenGottesdienst gegeben, wie alle Schriftsteller bezeugen,welche von Len Sitten und Religionen der alten Völker ge,handelt haben. Es ist dann die Pflicht, der Gottheit einenGottesdienst zu leisten, gleichsam eine natürliche und demMenschen angebohrne Gesinnung. Folglich ist die Nothwen,digkeit des Gotteödiensts in der Religion eine Wahrheit?welche durch die Geschichten und die Erfahrung auf gleicheWeife bewiesen ist.

Zweyter Artikel.

Die Heiligkeit des Gottesdiensts in der Religion.

werden in diesem Artikel weder von dem Goktesdismste, der ehemals durch Moses bey den Hebräern eirvI. Band. Pp W