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1 (1777) A - L
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591
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Gottesdienst. 5.91

in der Wahrheit anbethen. * Denn erstlich steht es die,sen Herrn wenig an, das Evangelium anzuführen; sie ha,den kein Recht zu diesem Buche. Sodann liegt es amTage, daß Jesus Christus sich nicht gebunden hat, den ei,tel geistigen Gottesdienst zu empfehlen, weil er an tausendStellen seines Evangeliums uns die Pflichten und die Beob,achmng des äußerlichen Gottesdiensts empfiehlt. Endlich,wenn dieser Text recht verstanden wird, beweist er dis Noch»Wendigkeit von beyden Gottesdiensten auf gleiche Weise. Maumuß im Geiste anbethen; das ist: man darf sich nicht aufdie äußerlichen Gebräuche und Cerenwnien des Gottesdienstseinschränken; sondern der Geist und das Herz müssen dieSeele des GoccesdienstS seyn, durch die Empfindungen, wo»von man beseelet seyn soll, da man sie verrichtet. Und dieseUnterweisung war sehr nochwendig für die Juden. Manmuß in der Wahrheit anbethen; bas ist: es darf in jenenGebräuchen und Ceremonien nichts Statt haben, was nichtrechtmäßig, billig, und auf das Ansehen gegründet ist.Und diese Unterweisung war nochwendig für die Gamarütanen, für welche Jesus Christus redete. Fürwahr, ihre Re,ligion war nur ein Gemenge von jüdischen und heydnischenCeremonien, und folglich enthielt sie viele falsche und tadels,würdige Dinge. Dieß ist die einfachcfte und wahrhaftesteErklärung jener Worte Jesu Christi: Man muß im Geisteund in der Wahrheit anbethen.

Die Notwendigkeit des Gottesdiensts wird aus derNatur res Menschen unumstößlich bewiest«.

i. Der Mensch besteht aus einem Leibe und einer See,le; er lebet mitten unter Gütern, dis zu seinem Gebrauche,

für

* 3vh. iv.