Gottesdienst. 58s
verbunden; aber er wird erst alsdann würdig für Gott, undfähig, den Menschen zu heiligen, wann er mit dem innerli-chen Gottesdienste vereiniget ist.
Damit wir das Gemüth des Lesers beleuchten, und ihmvon allem, was sich auf diesen Stoff beziehe, richtige Be-griffe beybringen mögen, wollen wir erstlich die Nolhwenvig,
, keil des Gottesdiensts in der Religion festseßen; nachmalswollen wir seine Heiligkeit beweisen ; dann wollen wir dieVorcheile zeigen, die daraus entspringen: endlich werden wirauf alles antworten, was die Feinde des Gottesdiensts unsemzuwenderr sich getrauen.
Erster Artikel.
Die Notöwcndigkeic des Gottesdiensts in der Religion.
/sobald man ein höchstes Wesen, einen göttlichen Schöpferzuläßt , und eme genügsame Erkenntniß von der Nanrrdes Menschen hat; kann man nicht enrstchen, die Noch,Wendigkeit des Gottesdiensts, als einen unstreitigen Lehrsatz,zu betrachten. Die Rechte des höchsten Wesens, und diePflichten des Geschöpfes sind zween Grundsätze, welche LieseWahrheit mit der grvßesten Angenscheurlichkeit vorsiel,'en.
Die Nothwendigkcit des Gottesdiensts wird von demBegriffe, den wir von Gotte haben, herzelenet.
i. Gott ist das Wesen aus sich sechsten, das unendlichvollkommene, unendlich große Wesen. Als Schöpfer ist erder Ursprung alles Gutes, und 'aller Vollkommenheit, sodie Geschöpfe haben. Es ist dann für die Geschöpfe einsnatürliche und unerläßliche Pflicht, durch ihre Huldigungzu erkennen, daß sie alles von Gotte haben ; und Gou hat
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