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Glauben.

X.

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Die gelehrten Männer glauben größesten Theiles nickt:Leute, die mittelmäßig beleuchtet find, haben Zweifel :der Bauer und der einfältige Mann saget, er glaube;und weiß nicht, rvas er durch das wort: Glauben,sage.

O

Sollte man fürwahr nicht sagen, daß aller Verstandund alle Wissenschaft in den Ungläubigen stecke? Unterdes,fen weit gefehlt! Man lese nur bedächrlich ihre Werke; sowird man weit mehr Vermessenheit als ächte Wissenschaft,weit mehr Trugschlüsse als rührige Verrmnfkschiüsse, weitwehr Lügen als Wahrheiten, darinnen amreffen. Ist die,fts wohl Grundes genug, sich so sehr zu rühmen? ist dieseswohl Grundes genug, sie so sehr zu rühmen ? Aber laßt unsdie Antwort vor die Hand nehmen.

Die gelehrten Männer, heißt es, glauben größestenTheiles nicht. Aber Iusttn, Alhenagoras, Latian,Clemens von Alexandrien, Origenes, Augustin, u. m. a.haben gsglaubel; und was sind unsere stolzen Ungläubigengegen diese großen Männer, und gegen eine unzählbare Men-ge anderer, die wir nennen könnten?

Leute, die mittelmäßig beleuchtet sind, haben Zwei,fel. T ie Zweifel sind manchesmal eine Folge des Mangelsder Unterweisung ; und alsdann ist der Fehler bey dem, derZweifel hat. Sie können von der Ausschweifung der Lei«denschasten Herkommen; und alsdann sind sie eine billige Br'straftmg der Laster. Sie können von der Dunkelheit derGegenstände des Glaubens entstehen; und alsdann mußman eifrig öerhen, und -emüchig um Rath fragen. Dreß

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