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Glauben. 567

erlangen: außerdem müßte man sagen, die Weisheit desSchöpfers Habe dem Menschen etwas ermangeln lassen, da! sie ihm eine so wesentliche und so nothwendige Sache versa-' ^ gxte; welches die gröbste Ungereimtheit wäre. 2. Man wür«^ de einem Menschen den Gebrauch seiner Vernunft absprechen,^ ^ wenn er sagte: es sey nicht gewiß, daß cs einen Alexander,^ der Asien eroberte: einen Julius Cäsar, der das römischeGemeinwesen umstürzte; einen Mahomet, dessen Anhänger^ «inen Thcil Asiens, Afrikens, und Luropens unter ihreGewalt brachten, gegeben habe. Die sittliche Gewißheit^ ist dann eine wahre Beweisung für einen vernünftigen Men-Ä sthen.

W Laßt uns den Mittersaß vor die Hand nehmen, welcher^ die Anwendung von diesem Grundsätze auf die Glaubens,

> eE Wahrheiten machet. Die Glaubenswahrheiten sind alle auf dieO Sendung Jesu Christi gegründet, die uns durch alle Bücherich des alten Bundes geweissagcr worden ist, und deren Er,ch» füllung und große Begebenheiten uns im neuen Gesetze vor»getragen werden. Nun aber, niemals ist die Gewißheit ei«m ner Sache zu einem so hohen Grade der Augenscheinlichkeitgebracht worden, als die Gewißheit der Sendung JesuM Christi.

W Diese Sendung ist durch eine Reihe Weissagungen

von mehr als fünfzehn hundert Jahren, von Abraham bis-ich auf Aggäus und Zacharias, die zween letzten Propheten,angekündet worden. Wir finden diese Weissagungen in den^ k Büchern , welche die Juden, theils seit mehr als zwey tau-che send, theils seit mehr als drey tausend Jahren ausbehalren.F Wenn man der Bibel der Christen nicht trauet, so kannman die jüdischen Bibeln zu Rache ziehen, oder, um nochB geschwinder aus der Sache zu kommen, darf man nur den

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