§66 Glauben.
pfinden läßt; diese hüt eine geborgte Klarheit, welche aber
nicht minder stark, und nicht minder sicher ihre Wirkung ^
har.
Alles, was wir ißt gesagt haben, soll für eben so viele .L> ^unumstößliche Grundsätze gelten; und jene, die der Wahr, ^heit und Gründlichkeit der angegebenen Erklärungen nicht Bbeypflichten wollten, darf man ohne Bedenken für Leute ür^halten, welche nicht redlich dareingchen, und welche den Aus» P"sprächen der gesunden Vernunft den Beysall verweigern, B 'Laßt uns nun zum Beweise unserö Satzes schreiten, ZOlBeweis des Garzes. Die sittliche Gewißheit, wann Msie auf das Höchste gebracht wird, machet auf die Seele ei, ßn.uen eben so starken Eindruck, als die Gewißheit der m«a, Äphysischen Wahrheiten, die zum Besten bewiesen sind; und lichein Mensch , der seine Vernunft brauchet, ist eben so wohl chlverbunden, einer Wahrheit geschehener Sachen beyzupflich»len, wann die sittliche Beweisung auf das Höchste gebracht lS!ist , als einer metaphysischen Wahrheit, die auf widerspre» Dchende Art bewiesen ist, W
Nun die sittliche Gewißheit der Glaubenswahrheiten ist ^«uf das Höchste gebracht. ^
Folglich Halt die Gewißheit der Glauöenswahrheiten der HrijGewißheit metaphysischer Wahrheiten, die zumBcsten bewies ^
fen sind, die Wage. „„
Der Vordersatz mag als ein unumstößlicher Saß betrach» ,M werden, Denn, r. weil die Wahrheiten geschehener Sa» ^
chen, welche nur der sittlichen Beweisung fähig sind, für ^den Menschen eben so wesentlich und eben so nolhwendig, oft ^sogar wesentlicher und nothwendiger, als die metaphysischen ^Wahrheiten, sind; sy muß der Mensch ein Mittel haben, eineWriMche u.itz vollkommeitS Gewißheit jener Wahrheiten zu ^
erlsm