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Gewißheit.
I.
Wie alt ist euer Freund Christoph ? — Acht undzwanzig Jahre. Ich habe seinen Lhevertrag, seinenTaufschein gesehen; ich kenne ihn von Jugend auf: erist acht und zwanzig Jahre alt. Ich habe die Gewiß»heit davon : ich bin es versichert.
Raum habe ich die Antwort von diesem Menschen,der so versichert ist, daß wahr sey, was er saget, undvon zwanzig andern gehöret, die eben dieselbe Sache derzeugen; so erfahre ich, daß man, um geheimer Ursa»chen willen, und durch einen sonderbaren Handgriff, dasDatum im Taufscheine des Christophs zurückgesetzt hat.Sie, mit denen ich geredet hatte, wissen noch nichts da»von: unterdessen sind sie beständig von einem Dinge, darfalsch ist, gewiß versichert.
Wahrlich eine drolligte Art seinen Vortrag zu beweisen!Oeffentliche Urkunden bestätigen eine Sache: Leute, die ge,Heime Nachcichttzn wissen, sagen, daß die Sache falsch sey/Wem soll man ißt glauben, oder den geheimnißkundigenLeuten , oder den öffentlichen Urkunden ? Können dergleichenLeute nicht Betrüger seyn, oder betrogen werden? Wärennicht hundert gegen Eins für die Urkunden zu wetten?Wo ist dann die Gewißheit von dem, was der Mann mitseinen geheimen Nachrichten dagegenseßt?
Außerdem ist jener Umstand von dem Alter des Lhri«stophs sehr gleichgültig für die Gesellschaft. Es ist keineSache, worüber man jene Untersuchungen anzustellen, undzu fodern hätte, die wir bey der sittlichen Gewißheit fe-dern: und wäre es eine Sache von Wichtigkeit, so würde
man
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