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1 (1777) A - L
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541
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Gewißheit. 54r

glaubwürdige Denkmäler, auf eine ununterbrochene Erblch.re. Nun aber, alle diese Kennzeichen der Wahrheit und Au,genscheinlichkeit finden sich in der evangelischen Geschichtever,einiget; das ist: in der Geschichte des Lebens und der LehreJesu Christi, und der Pflanzung der Religion Jesu Christi.Man wird die Beweise davon im Artikel: Evangelium, an-treffen.

Die Zergliederung, welche wir da von den verschiedenenArten der Gewißheit gegeben haben, wird nicht nach demGeschmacks der neuen Philosophen, oder gewisser kleinerSchriftsteller seyn, welche den Gottlosen ihre Gottlosigkeitgetreulich nachsprechen. Sie werfen sittlich, physisch, ge,ometrisch, Erfahrung, alles durcheinander; und dießthunsie nur deßhalben, damit sie diejenigen verwirren undverführen, welche die Schwachheit haben, sie zu lesen, oderihnen Gehör zu geben. Sie fodern von uns herzhaft einemathematische Beweisung in Dingen, von denen die Kennt,niß nicht auf die Schließkunst, sondern auf das Ansehenund die Gewißheit der Zeugschaften gegründet ist. Wennman ihnen die einzige Art von Beweisung Herbringt, derendie Sache fähig ist, so sagen sie uns: Ließ habe die Kraftder geometrischen Beweisung nicht; und es scheint, daß sienicht merken, wie lächerlich ihr Begehren und ihre Formun-gen seyn; sie sehen nicht, daß nur Schelmen oder Dumm,köpfe dergleichen Dinge begehren können. Sie reden, alswenn die Gewißheit und die Augenscheinlichkeit nur auf ih,rer Seite wäre, und wenn andere Leute nur allezeit Unwis,senheit und Jrrthum zum Eigenthume hätten.

Man vernehme den Verfasser des philosophischen Hand,lexikone. I. Er will uns mit aller Gewalt überreden, daßEs, was wir sittliche Gewißheit nennen, nichts anders

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