sz8 Gewißheit,
welche sich auf alle, sowohl weltliche als geistliche, Gesell,schäften beziehen, eine Wissenschaft ertheiken. In Unters», ^chuagm von dieser Art kann von metaphysischen und geome«Irischen Beweisen die Rede nicht seyn. Man höret nicht i>- ^durch die Augen; man sieht durch die Ohren nicht: aufglei, W
6)e Art beweist man die Wahrheit der Geschichten nicht durch P,metaphysische und geometrische Vernunftschlüsse; man be,weist sie nur durch die Glaubwürdigkeit der Zeugschaften.
Nichts ist also unvernünftiger, als metaphysische und Mgeometrische Beweise für Geschichten zu verlangen, und den )-sittlichen Erweisungen metaphysische dagegenzustellen; alswenn diese letzten die einzigen waren, die man allezeit brau, Dchen sollte, und für alle Arten von Wahrheiten brauchen jjMsollte. Denn da die metaphysischen Wahrheiten und die Wzisittlichen Wahrheiten von einer verschiedenen Gattung sind, H,so müssen die Mittel, die man anwenden soll, um sie zu mchbeweisen, nothwendig eben sowohl verschieden seyn. Außer,dem würde man in eine Gattung von Unvernunft verfallen, (die man bey unfern neuartigen Philosophen ohn Unterlaß Wantrifft. Man muß darauf Achtung geben. ^ (
Wann die sittliche Gewißheit auf das Höchste gebracht ^ist , so hat sie über unfern Verstand eine eben so starke Ger. ^Walt, als die klarsten metaphysischen Erweisungen. Sie ^wird aber auf das Höchste gebracht werden : ^,
i. Wenn jene, von welchen die Geschichten bezeuget ^werden , Leute von Einsicht und Ehrlichkeit sind. Leuts von ^
Einsicht; das ist, daß man bey ihnen weder Unwissenheit, ^
noch Uebereisuiig, noch Leichtgläubigkeit vermmhen könne.
Leute von Ehrlichkeit; das ist, daß man an der Zeugschaft, ^die sie leiste!, weder Leidenschaft, noch Eigennützen vermu- ^chen könne, und daß man an ihnen wahrnehme, wie sehr sie ^
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