53 6 Gewißheit,
als sie vorgetragen worden ist. Also wann ich sage: zwey st'!und zwey sind vier; so fühle ich , daß die Sache unmög. § >sich anders seyn könnte; denn der Begriff, den ich auf diezwey Worte: zwey undzwey, hefte, stellet mir eigentlich ^ ^
die nämliche Sache vor, wie der Begriff, der aufdas Wort: ^
vier, geheftet ist. Auf ganz gleiche Weise fühle ich die ^Wahrheit diese« Sahes: Gott kann uns nicht betrügen r ^denn Betriegen zeiget ein Laster, eine Unvollkommenheit an,und der Begriffvon Gotte schließt alles Laster, alle Unvoll, ^kommenheit aus.
Itzt wollen wir sehen, wie man diese verschiedenen Artender Gewißheit brauchen soll, und bey was für Fällen und EGegenständen eine jede angewendet werden sollte. B d»
Die sittliche Gewißheit brauchet man, und diese allein Mkann und soll man brauchen, um die Handlungen zu bewei, ch!sen. Will mar» von einem Theile der Geschichte, von einer 2Handlung, von einer Begebenheit versichert seyn, so muß j»krlman sich an Zeugen wenden, welche die Sache bezeugen, chmund dafür Bürgschaft leisten; und diese Zeugen, wenn man H diihnen glauben soll, müssen wegen der Ehrlichkeit und der dp
Einsichten unverwerfiich seyn, wie wir es hienach erklären ch
werden. Dreß ist die einzige Weise, sicher darein zu gehen. hm
Durch die physische Gewißheit sind wir von den Wir, W-ungen der Natur versichert. Sie gründet sich aufdas Zeug, tzmniß unster Sinne, welche durch die Ueberlegung und die Un,tersuchung geleitet werden. Durch sie erkennen wir die Ei, >iK,genschasten der Körper, die natürlichen Gesehe, die Verhält,
Nisse der Handlung eines Körpers mit dem andern, die Wir, hkungen, welche nothwendiger Weise aus derselben Handlung Gfolgen. Wenn es dannzuweilen sich zuträgt, daß man Wir» «klingen wahmimmt, die jener Handlung, jenen Verhältnis, ^
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