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1 (1777) A - L
Entstehung
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535
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Gewißheit. 5Zs

leisten. Also bin ich versichert, daß es eine Stadt Römgiebt, daß es einen Moses, einen Herrn Jesus, einenxflahomet, einen Cäsar gegeben hat. Es sind allzu vieleZeugnisse uud allzu viele Denkmäler, die bezeugen, daß sieda gewesen sind, als daß ich anders denken könnte.

Die zweyte ist die physische Gewißheit, durch welchewir von dem Daseyn, dem Zustande, und der Handlungder Gegenstände, in Beziehung auf unsre Sinne, versichertsind; eine Beziehung, die manchesmal vonnökhen hat, durchUeberlegung und Untersuchung unterstützet zu werden. Al-so bin ich physisch versichert, daß es Tag ist, wann mirdas Sonnelicht die Gegenstände kenntlich vorstellet: ich binphysisch versichert, daß ein Mensch lebendig ist, wann erredet, Gespräche führt, und handelt, wie andere Menschen:ich bin physisch versichert, daß an einem Orte Feuer ist,wann ich dort die gewöhnlichen Wirkungen des Feuers sehe,oder empfinde, u. s. w.

Die dritte ist die Gewißheit aus der Erfahrung, durchwelche wir von unserm eigenen Daseyn, von unfern Gedan,ken, von unfern Empfindungen, und von allem, was inuns innerlich vorbeygeht, versichert sind. Diese Art der Ge-wißheit ist die stärkeste, die mächtigste, und welcher man zumallerwenigsten entstehen kann. Sie ist sehr geschickt, um denehrlichen und aufrichtigen Seelen eine Wahrheit kennbar zumachen; aber sie ist nicht so gut tauglich, eigensinnigen,unredlichen Menschen, die nicht gestehen wollen, was sie in-nerlich fühlen, ein Geständniß abzudringen.

Die vierte, die man metaphysische Gewißheit heißt,ist jene, durch welche wir die Wahrheit eines Satzes, denman uns vorträgt, so deutlich erkennen, daß wir empfin-den , es sey unmöglich, daß die Sache anders seyn könnte,

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