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er, daß ein jeder sonderbarer Lehrsatz, in was für einerReligion es immer seyn mag , der Vernunft gerade wi-derstrebet . und daß man seinen Beyfall dazu nicht gebenkann, ohne jenen so nützlichen und so noch wendigen Füh,
rer zu verlassen.-Gagen wir dann, die Geheimnisse
der alten Heyden, der Indianer, der Amerikaner u. s. w.seyn Dinge, die über die Vernunft hinausreichen ? wür-den die Heyden die Wandelung des Brods und Weines,die Gnade, die Dreyeinigkeit für Dinge halten, die ü-ber die Vernunft hinausreichen? Daraus folget, daßein jeder Mensch ohne Vorurtheil alle diese Geheimnis-se für eben so viele Betrügereyen ansehen soll, die mehroder minder dumm und gefährlich sind.
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Aber, Herr Muchvoll! behaupten Sie auch, es sey un-möglich , daß Gott den Menschen manche Wahrheiten offen,baren könne, welche die Ergründung, die Wirksamkeit, unddie Kraft ihrer Vernunft übersteigen ? Wenn dieß nicht un,möglich ist , so kann es dann in irgend einer Religion son>derbare Lehrsähe geben, welchen man sich unterwerfen müß« >te; und mithin wäre es falsch, daß ein jeder sonderbarer Lehr-satz eben deßhalben der Vernunft gerade widerstrebte.
Sie sprechen von den Geheimnissender alten Heyden, derIndianer, der Amerikaner, u. s. w» Aber Sie misbrauchenschändlich den Ausdruck, um den Unwissenden Staub ins Ge,sicht zu blasen. Es giebt nicht mehr Vechältniß zwischendem Ausdrucke der Geheimnisse bey den Heyden und bey denChristen, als es zwischen Nacht und Tage giebt.
Man legte bey den Heyden den Namen : Geheimnisse,gewissen heimlichen Versammlungen und Zusammenkünftenbey, wo man sich dm schandbarsten Ausschweifungen Preis
Ll 2 gab.