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er nichts so Edelmüthiges, so Vollkommenes, so Große-vorgelragen, gebothen, und gefodert habe, von dem er nichtselber zuerst den Menschen das Beyspiel gab ; daß er seineReligion mit seinem eigenen Blute besiegelt habe, um siedesto herrlicher zu machen ; daß er der Mittler des vertrau-testen Bundes zwischen Gott und den Menschen sey; und daßer eine unaussprechliche Gemeinschaft zwischen dem Himmelund der Erde gestiftet habe: Ließ wird im Geheimnisse vonder Menschwerdung vorgetragen. Welcher Lehrmeister! wel-ches Vorbild! welche Unterweisungen für die Menschen!Wird wohl ihre Dankbarkeit, ihre Liebe, ihr Eifer für seinanberhenswürdiges Geseß, ihr Gehorsam, ihre Treue jemalserfüllen können , was dieses große Geheimniß ihnen vor,trägt, und von ihnen fodert?
4. Das Geheimniß der Erbsünde giebt dem Menschen zuerkennen, was er durch die Freygebigkeit und die Wohltha,tm Gottes in seinem ersten Ursprünge war, und was er durchdie Sünde und die Untreue seines Stammvaters gewordenist. Aus diesem Lehrsätze erkennt er, daß er seiner Vorzü,ge ist entsetzet worden; und diese Erkenntniß seiner Entsetzungist für ihn eine fruchtbare Quelle der nützlichsten und nolhwen,digsten Unterweisungen. Sie demülhiget ihn, da sie ihnlehret, daß er in der Ungnade seines Gottts gebohren wird;sie beleuchtet ihn, da sie ihm die Ursache seiner Schwachheitim Guten und seines Hanges zum Bösen zu erkennen giebt,welche Ursache vornehmlich in dem Verlurste der angebohrnenGerechtigkeit besteht, wodurch die Vernunft gestärket, und-ie Leidenschaften besser geordnet wurden; sie erwecket seineWachsamkeit, da sie ihm seine Schwachheit und seine Ge,fahren zeiget; sie belebet seine Frömmigkeit und seine Begier-de, zu Solle zu fliehen, weil nichrö als der Beystand der gött-lichen
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