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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
524
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s24 Geheimnisse,

niß, und die Liebe nochwendiger und wesentlicher WeiftGott selbsten sey, der allezeit Einer, allezeit der Einzige,allezeit unendlich einfach ist. Der Ursprung ist der Vater;die Erkenntniß, welche wesentlich und ewig in dem Vaterwohnet, ist der Sohn; die Liebe, welche wesentlich und ewigin dein Vater und dem Sohne wohnet, ist der Heilige Geist.Eine Art des Dasiyns, die die Vernunft anbechet, weil siedie Art des Daseyns des Unendlichen ist; die die Vernunftnicht fassen kann, weil sie beschränket und endlich ist; ander sie nichts widersprechendes wahrnehmen mag , weil siekeine klaren und deutlichen Begriffe davon haben kann! Ei,ne Art des DaseynS, ein Geheimniß, welches über unfernVerstand so weit erhaben ist, als das Unendliche über dasBeschränkte und Endliche erhaben ist! Ein Geheimniß, wel,ches die Gottheit in einen eigenen, einzigen Rang sehet, dermir allem, was wir an den Geschöpfen sehen, ganz kein«Aehnlichkeit hat, und folglich über alle Geschöpfe unendlichhinausreichet! Ein Geheimniß, aus welchem die übrigen Ge,Heimnisse entspringen, die den Grund, die Anlage, und denStoff der ganzen Religion ausmachen!

2. Das Geheimniß der Schöpfung legt uns den erha,bensten Begriff von der Allmacht des höchsten Wesens inden Sinn. Dem Nichts gebrechen; erschaffen ; durch eineinziges Wort machen, daß auf einmal da sey, was nichtda war; dieses ganze Weltall, alle jene unermcssenen undunzählbaren Hünmelvkugeln, die wir sehen, aus dem Nichtshervorziehen : man kann nichts erdenken, was eine göttliche,unendliche, unermeßliche Allmacht besser zu bezeichnen ver-möchte. Die Philosophie hatte sich zu einem so erhabenenBegriffe nicht geschwungen. Beynahe alle Philosophen

gaben Las ewige Dastyn einer Materie zu. Sie dachten, daß

sie-