Geheimnisse. ri-
sse sich anmaßen zu sagen, es haben alle Religionen ihreWeissagungen, ihre Geheimnisse, ihre Wunderthaten ge,habt, oder zum wenigsten sie zu Haben vorgegeben. Ich ge,be ihnen da keine andere Antwort, als daß ich sie zum Ur,theile ihres Gewissens zurückweise, welchem sie untreu wer,den. Sie wissen wohl, daß alles, was bey den Heydenausgestreuet worden ist, nichts anders, als Falschheiten ent-hält, die schon aufgewiesen worden sind: sie wissen, daßalles, was in den göttlichen Büchern bezeuget wird, durchdie gelehrten Werke der großen Männer im Christenthume,und durch die vergeblichen Bemühungen derer, die sie zu be,streiten unternommen haben, noch unwidersprechlicher ist be-wiesen worden. Ich sehe also den Vordersaß der Schluß-rede für eine Sache an, die kein Beschwerniß leiden soll.
Die Erweisung des Mittersahes, das ist, der einzelnenDinge, die vorgetragen worden sind, ist sehr leicht, und siewird ganz kurz seyn.
i. Jesus Christus ist durch die herrlichsten Weissagun-gen angekündiget worden. Wir haben davon die vornehm,sten Züge gesammelt, da wir die Schilderung Jesu Christibeym Anfänge des Artikels: Lhristenthum, machten.
s. Er hak seine Sendung durch die augenscheinlichstenWunderthaten bewiesen. Man sehe nach, was wir an ebenderselben Stelle gesagt haben, und im Artikel: Wunder,thaten, sagen werden.
z. Er hat uns die erhabensten Begriffe von der Gott,heit beygebracht. Erst seit Jesu Christo erkennt man inder Welt wahrhaftig die Gottheit. Außer dem kleinen Vol-ke der Hebräer hatten alle Völker der Erde nur sehr schwa-che Begriffe davon, die ihnen von einer ursprünglichen Erb,lehre zurückbliebsn; oder sie hatten ausschweifende Begriffe,
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