s!8 Geheimnisse.
Philosophen demüthig und sittsam, Wohllüstige keusch undordentlich in ihrem Wandel, Stölzl«,ge zum SchimmerderEhren und zu glänzenden Würden unempsindsam, Leute, diekeine Religion hatten, nachmals zu Vorbildern der erbaulich,sten Frömmigkeit gemacht. Er har die Kämpfe und Anfällevorhergesaget, welche diese Religion von den menschlichenLeidenschaften, von den irdischen Mächten, von den Ketzerreyen, von der Ungläubigkeit auszuhalren haben sollte: undzugleich hat er die Siege geweissaget, welche sie bis ans Endeder Welt über alle ihre Feinde von dieser Art erhalten wür<de. Er hat endlich allezeit, als ein Abgesandter Gottes, alsSohn Gottes, als Gott, geredet und gehandelt.
Wenn alle diese Dinge, die wir eben vorgerragen haben,wahrhaftig in Jesu Christo sich vereinigt befinden, undwenn man es so überzeugend beweist, daß kein Mensch, derseine Vernunft brauchet, die Beweise ausschlagen kann; soist der Glauben an die Geheimnisse der Religion Jesu Chrirsti auf so augenscheinliche Beweise gegründet, daß ihnen einvernünftiger Mensch unmöglich entstehen kann.
Nun aber, alle diese Dinge, die wir eben vorgetragenhaben, lassen sich durch Gründe von einer sittlichen Gewiß»heit beweisen, welche die stärkste ist, die man immer verlan-gen mag.
Folglich ist der Glauben an die Geheimnisse auf so au-genscheinliche Beweise gegründet/ daß ihnen der vernünftigeMensch, und der strengest« Kritiker, unmöglich enftehenkann.
Ich weiß, daß jene gottlosen Schriftsteller, welche,gleich den Nattern, den Schooß der Religion zerreißen, inder sie erzogen worden sind, welche sie verabscheuen, undmit einem unversöhnlichen Haffe verfolgen; ich weiß, daß
si-
D
ßth
ß?
O
«iisd
I,
r
ich'
i»>'