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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
516
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si6 Geheimnisse.

Wirklichkeit und das Daseyn erkennen, aber derer Wesenheit,Natur, und Weise uns durchaus unbekannt sind.

Wenn man von Mallebranche, Newton, Descartesbis auf Demokrit, Anaxagoras, Aristotoleo, Plato zu,rückfvrschet, so wird man sehen, daß alle, die über diese Ge-heimnisse haben vernünfteln wollen, nichts als Träumereyenund Ungereimtheiten aufdie Bahne gebracht haben, welchevon jedem, der es unternommen hat, sie zu bestreiten, leichtwiderleget und zu Schanden gemacht worden sind. Manwird sehen, daß man allezeit wiederholen muß, was beyna-he vor dreyen lausend Jahren der weiseste und erleuchtetsteaus allen Menschen gesagt hat, daß kein Mensch im Stan-de sey, das Geheimniß der Werke Gottes zu ergründen, zuoffenbaren, und davon Nachricht zu geben. * InteUsxi»ljuoä omnium operum Dei nullam pollü komo in-venire rationem. Man wird sehen, daß der Mensch einGeheimniß für den Menschen selbsten ist, und daß Gott nichtminder in seinen Werken, als in seiner ewigen Wesenheit undseinen unendlichen Vollkommenheiten, anbethenswürdig undunbegreiflich ist.

Was soll man, nach diesen wenigen Anmerkungen, vonden vermessenen Aussprüchen aller jener Ungläubigen, Frey-denker , und Philosophen halten, welche öffentlich alle Ge-heimnisse angreifen, da sie nicht einmal sich selbst erkennen ?welche sich getrauen zu sagen, daß in der Religion nichts seynsollte, was nicht unter dem Begriffe der Vernunft ist? daßalles ihrer Untersuchung unterworfen, und alle Punkte, diesie nicht begreifen und erreichen kann, lediglich verwiesen,verworfen, und verdammet werden sollen ? Hat man jemals

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