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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
515
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Geheimnisse. 5'5

Fürwahr, man frage nur dre aufgeklärtesten und einsich,tigsten Philosophen um die Erklärung der meisten Dinge,die in ihnen selbst vorbeygehen, oder die sie vor ihren Au,gen haben. Wenn sie weise sind, so werden sie bescheidengestehen, daß diese Dinge für sie Geheimnisse sind, unddaß ihnen die Vernunft selbsten nichts anders übrig läßt,'als sich zu einem demüthigen Stillschweigen zu entschließen.Und dafern sie sich wagen, davon zu reden, so werden sienur eine lächerliche Vermessenheit an den Tag legen, da sienichts, als unbedeutende Worte oder Ungereimtheiten, aufdie Bahne bringen mögen.

Und wer ist der Mensch, wer ist der Philosoph , dersich stark genug achtet, um uns zu erklären, was die Ver,einigung der Seele mit dem Leibe sey; wie der Gedanken inuns entstehe; wieder Eindruck körperlicher Dinge auf unsreHülfsglieder, Empfindungen oder Gesinnungen in unsrerSeele erwecke; wie die Sprache, das ist, ein Bißchen Lust,die zwischen unfern Zähnen und von unsrer Zunge bewegetwird, unsre Gedanken andern Menschen offenbare; wie Mil,lionen Gegenstände, die in dem Raume etlicher Meilen aus-gebreitet sind, alle zugleich sich in einem Tüpfelchen unserSAuges, entwerfen?

Wer wird uns erklären, was die Bewegung sey? nichtjene fühlbare Bewegung, welche einen Körper von einemOrtein einen andern überträgt; sondern jene ursprünglicheBewegung, jene Kraft, welche die Ursache von dieser Ue,bertragung ist?

Wer wird uns erklären, was die Schwere, die Härteder Körper, die Schnellkraft, die Stärke des Magnets, dieThierseele, der Naturtrieb, und eine unendliche Menge an,derer Sachen seyn, die wir sehen , von denen wir nur die

K k » Wirk,