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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
511
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Geheimnisse. sn

gleich sie uns saget, daß nxm jene unter die Zahl der Umsinnigen setzen müßte, die an dem Daseyn Gottes zweifelnwellten; so Hak sie dennoch von seiner Wesenheit und von je-nen unendlichen Eigenschaften und Vollkommenheiten, die ernochwendig in sich enthält, nur ein sehr schwaches Licht.Die Vernunft, weil sie beschränket und endlich ist, wird allerzeit von seiner Unendlichkeit verschlungen und gleichsam Ver-nichter : folglich kann sie von seinen Eigenschaften und Voll-kommenheiten keine klaren und deutlichen Begriffe haben.Wenn es Gotte gefällt, uns durch die Offenbarung etwas da-von zu entdecken, so ist alsdann sein Wort für uns em HellesLicht, ein sicherer Grund, eine unumstößliche Stütze: alsdannhat die Vernunft einen sichern Führer, der ihren Glaubenleitet. Aber die geoffenbarke Wahrheit bleibt deßhalben den-noch über alle Kraft und Ecgründung des menschlichen Ver-standes erhaben; das Gcheimniß bleibt allezeit Geheimniß,und ist dennoch über die Vernunft Hinaus.

Um dieser Ursache Wrllen har Simonrdes, ^ als er vomKönige Hieron über die Natur Gottes befraget wurde, ver-langet, daß man ihm eirren Tag gestatten sollte, um aufdie Antwort zu sinnen, die er zu geben hätte. Nach dem er-sten Tage begehrte er einen zweyten; nach dem zwcyten einendritten. Hieron staunte über all diesen Aufschub, und ver-langte endlich die Ursache davon zu wissen. Je mehr ich,, die göttliche Narur betrachte,, gab Simonrdes zur Ant-wort, desto minder begreife ich sie. Um dreserUrsache wil,len sind die alkenPhilosophen, welche dieOffenbarung nicht zumFührer hakten, in so erbärmliche Ausschweifungen verfallen,wann sie von Sorte reden wollten. Alle diese Ausschweifun-gen werden in plutarchs Buche von den Meinungen der,

philo-

Cic. von -er Nat. -er Gött. i. B.