Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
508
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foF Geheimnisse.

Laßt uns dm gleichen Beweis äußernd andere Art vor»«ragen, welche nicht so überzeugend, aber desto fühlbarerseyn wird. Was ist ein Funken, den man aus einem Stei,ne schlägt, im Vergleiche mit dem Lichte und dem Feuerder Sonne, welche wohl ein millionmal größer, als die Er«de ist? Was ist ein Sonnestäubchen im Vergleiche mit demunermessenen Körper des Weltalls ? Was ist die Bewegungeiner Hiilbe im Vergleiche mit der Bewegung der Planerenum die Sonne herum ? Der Funken, das Sonnestäubchen,die Bewegung der Milbe würden in jeder geometrischen Er-«Weisung, wie unendlich klein, wie Nullen, gegen die Gegen«stände, mit denen sie verglichen sind, angesehen werden. Un,«erdeffen giebt es Loch zwischen ihnen ein wirkliches, obschonunendlich kleines, Gleichmaaß. Aber zwischen dem Unend«liehen und dem Endlichen giebt es kein Gleichmaaß, undes kann keines geben. Der menschliche, beschränkte und end«lichc, Verstand ist dann gegen die göttliche Wesenheit unend«lich geringer, als der Funken gegen die Sonne, oder dasSonnestäubchen gegen den uncrmessenen Körper des Wettgesbändes ist. Also müssen nothrvendiger Weise in der göttli«chen Natur unendlich viele Dinge und Wahrheiten enthal«ten ftyn, welche dem menschlichen Verstände verborgen, undunbegreiflich sind. Folglich sind die Geheimnisse eine noch«wendige Folge der Wesenheit und der Eigenschaften Got«res.

Laßt uns mit einer dritten Erweisung den Schluß ma<chen, welche sich auf unsere hochmüthigen Klügler anwendenläßt, und die man urZumentum gst kommem heißen kann.Wie groß immer die Kraft und die Erstreckung des mensch-licher» Verstandes seyn mag, so wie man ihn Baylen, Spi-noza , Voltairen, und etlichen andern nicht absprechen will.