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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
502
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sor Freyheit.

welche dem Verdienste und den schönen Handlungen zu- ^gestanden würden, die Strafen, die nach aller Schärfe ^auf die Laster und die Verbrechen geschlagen wären, ^sind Ursachen, wodurch der größeste Lheil der Menschen ^bewogen werden möchte, Lugenden blicken ;u lassen. ^

Heißt dieses nicht deutlich die Freyheit erkennen, wennman sich also ausdrücker? heißt es nicht gestehen, daß der ^Mensch wahrhaftig über seinen Wandel, seine Handlungen, ^und seinen Wülen Herr sey? Aber kann man sich eben zu ^jener Zeit also ausvrücken, wo man behauptet, daß die Frey-heit nur ein Hirngespinnst sey, und daß alles am Menschen ^von der Nolhwendrgkeit verursachet werde? So handgreiflirche Widersprüche sind das gemeine Loos derjenigen, die wider ,die Wahrheit streiken. Sie mögen thun, was sie wollen: ^die Wahrheit entwischet ihnen allezeit an einem Orte, und ^zwingt ihnen selber das Gestandniß ab, daß sie ihr untreu ^sind» M

Die zweyte Anmerkung betrifft die Heftigkeit, womit ^dieser Mann gegen die schlechte Auferstehung und die schlech, ^ten Gesetze schreyt, und den Eifer, womit er zu gleicher Zeit ßm,die reinen Sitten, die Weisheit, und die Tugend prediget ^und empfiehlt.

Aber, mein Herr Lehrmeister! könnte ein weiser und ^verständiger Mann zu ihm sagen: kann man wohl etwaserdenken, daß dein gesunden Verstände mehr zuwider wäre,als Ihre Lchrart ? Denn wenn alles durch eine unwiderstehli-che Nothwendigkeit verursachet wird, wie Sie es lehrenwenn die Handlungeu der Wahnsinnigen, der Boshaften,der Schwelger eben so nothwendig sind, als die Handlungenverweisen und gesitteten Menschen wenn wir, da wir

ohne

* Ebend. isi. Seite, ** N6. Seit«.