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1 (1777) A - L
Entstehung
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498
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498 Freyheit.

die Seele kann im Augenblicke, wo sie handelt, nichtanders handeln; sie kann im Augenblicke, wo sie wäh-let, nicht anders wählen; sie kann im Augenblicke, wosie überleget, nickt anders überlegen; sie kann im Au-genblccke, wo sic will, nicht anders wollen: denn eineSacke kann nicht zugleich geschehen, und nicht geschehen.Nun, mein willen, so wie er ist, heißt mich überlegen;meine Ueberlegung, so wie sie ist, Hecht mich wählen;meine Wahl, so wie sie ist, heißt mich handeln; meinEntschluß, sowie er ist, heißt mich ausführen, wasmich meine Ueberlegung wählen geheißen har; und ichhabe nur deßhalben überleget, weil ich Beweggründegehabt habe, die mich überlegen hießen, und weil esunmöglich war, daß ich nicht überlegen gewollt hätte.Also hat die Freyheit weder im willen, noch in der Ue-berlegung , noch in der Wahl, noch in der HandlungStatt, wenn die Seele nicht frey ist, wann sie will,wann sie überleget. wann sie wählet, wann sie han-delt , wo wird sie dann ihre Freyheit ausüben können ?

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Wer sollte glauben, daß ein so tiefsinniger Philosophmit einer so ernsthaften Mine diese kindischen Einwürfe vor-zutragen sich gerrauete, welche man in den Schulen den jun,gen Logikern zur Uebung aufgiebt, und welche die jungen Lo,giker mit einem kleinen r cMinZuo . so leicht auflösen?Möchte wohl dieses einer Antwort werth seyn ? Gleichwohl,damit wir dem Leser die Mühe ersparen, diese verächtlichenTruggründe zu untersuchen und zu entwickeln, wollen wir esselber mit etlichen Worten thun.

Wir sagen also: Die Freyheit hat in dem Willen, inder Ueberlegung, in der Wahl, in der Handlung Statt:

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