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Freyheit. 495
dig ist, so bin ich gezwungen, und ich wähle nicht mehr.Die Wahl ist der Beweis, und selbst die Ausübung derFreyheit.
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Damit der Mensch fcey handeln könnte, müßte erohne Beweggründe wollen oder wählen können; oderer müßte die Beweggründe hindern können, auf seinenWillen ;u wirken.
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Ohne Beweggründe handeln, heißt unvernünftig handeln.Also müßte der Mensch, damit er frey handeln könnte, nachder schönen Lehre des Systememachers, unvernünftig handeln.
Weil er von Beweggründen spricht, wollen wir die ver-führerischen Trugschlüsse, die er auf dieses Wort gründet,entwickeln und an den Tag legen. Man heißt jenes einenBeweggrund, was den Willen bewegt, was aufden Willeneinen Eindruck machet. Es kann nun der Willen, durchGegenstände und Dinge, die von einander ganz unterschierden sind, angetrieben und in die Bewegung gebracht wer-den. Er kann durch ehrliche, billige, anständige Dinge,welche die Vernunft und die Religion gucheißm, bewogenwerden: er kann durch Dinge bewogen werden, dis der Ehrrlichkeit, der Billigkeit, der Vernunft, der Tugend widerstre-ben. Die Vernunft alsdann beleuchtet, räch, und ermah-net; die Leidenschaften reizen, treiben an, und beunruhigen.Aber weder jene Ermahnungen, noch diese Triebe, machenans den Willen nochwendige Wirkungen; sie zwingen ihnnicht; sie versehen ihn nicht in die Nochwmdigkeir ihnen zufolgen. Der Willen behält allezeit das freye Vermögen über