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494 Freyheit.

kung Hak, wie können alle beyde gleich nothkvendig seyn?Christliche Philosophenwie würden euch die neuartigen Phi«losophen begegnen, wenn ihr, wie sie, schließen wolltet ?

III.

F

^ Wann die Handlung des Willens aufgeschoben wird,so saget man: Wir überlegen ; und dieses geschieht, wannzween Beweggründe Wechsels weise auf uns wirken.Ueberlegen, heißt wechselsweise lieben und hassen.

Ein vernünftiger Mann würde sagen: Ueberlegen, heißtvergleichen. Man überleget, ehe man unter zweyen gutenDingen eine Wahl trifft. Aber zwey gute Dinge überlegen,heißt nicht wechselsweise sie lieben und hassen. Man überle-get auch, ehe man zwischen zweyen Liebeln eine Wahl trifft,ohne daß man eines oder das andere liebete.

IV.

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D

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E Die Wahl beweist keineswegs die Freyheit desMenschen. Er überleget nur, wann er noch nicht weiß,welchen von zwcenen Gegenständen er erwählen solle.Er schwebet dann in einer Verlegenheit, welche nichtaufhöret, bis der Willen durch den Begriff des größer»Vo'theiles , den er im Gegenstände , welchen er wählet,zu finden glaubet, zum Entschlüsse bewogen wird. Unddaraus ficht man, daß seine Wahl norhwendig ist.

* * *

Sagen, die Wahl sey nothwendig, ist die größeste Un-gereimtheit , die man sagen kann : man verfallt in den hand-greiflichsten Widerspruch. Denn wenn die Sache »othlvcn,

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* Ebend. IYI. Seite. *' Ebend. IA-;. Seite.

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