Freyheit. 49 z
»ih ein Holzklotz, als ein Stück von Eisen oder Marmel seyri.tz O der läppische Begriff, den man von der Freyheit angiebt!
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* wenn ich, von einem heftigen Durste gequäket,einen Brunnen gewahr werde, dessen lauteres Wassermeinen Durst stillen kömite, steht es wohl in meinerWillkühr, zu verlangen oder nicht zu verlangen, wasein so heftiges Bedürfniß befriedigen kann? Man wirdsonder Zweifel gestehen, daß es mir unmöglich sey, die,selbe nicht befriedigen zu wollen. Aber man wird mir«inwenden: Wenn mir Jemand entdecket, daß diese»Wasser vergiftet sey, so werde ich mich dennoch davonenthalten; und man wird fälschlich den Schluß machen,daß ich frey sey. Lürwahr, gleichwie mich der Durstnothrvendig zum Trinken bewog, ehr ich wußte, daßdas Wasser vergiftet sey; auf gleiche weise bewegt michdiese neue Entdeckung nothwendig, nicht zu trinken.Unterdessen mag man von diesem Wasser trinken, odernicht, so werden diese beyden Handlungen gleich noch«wendig seyn.
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Man sehe hier das sonderbarste Beyspiel von Unvernunftund Widersprechung, das man immer geben kann. DerMensch schwebet zwischen zwoen Gesehen, die gleich noch»wendig mio, wovon eines seine Wirkung hat, und das an«berechne Wirkung ist! Der Mensch wird nochwendig bewv«gen, zn trinken und nicht zu trinken! Allein, wird man zumVerfasser des Systemes sagen, wenn die Kraft von einemdieser Gesetze zurückgehaltrn wird, wo das andere seine Wir,
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