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1 (1777) A - L
Entstehung
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492 Freyheit.

untergeordneter Lheil eines großen Ganzen ist, muß aucher den Einfluß davon empfinden. Das innere Gefühlund die fortwährende Erfahrung belehren uns, daß derMensch die Güter, welche sich ihm auf der Erde anbiethen,brauchen oder misbrauchen kann; daß seine Erhaltung vondem Gebrauche abhängr, den er mit Bescheidenheit undWeisheit« davon machet. Der Mensch athmet nothwendigdie Lust ein; er muß sich nothwendig mir den Früchten derErde nähren; er zieht aus den Acrzen, Pflanzen, und an,dem Wesen verschiedene Hülse und Dienste. Was kann mandaraus gegen die Freyheit schließen ? und was wollen jeneAusdrücke von Stärke, Einflüsse, und Unterordnung sa-gen?

Damit er frey wäre, müßte er ganz allein stärker,als die ganze Natur seyn. Wie doch! weil der Menschnicht eben so stark, als die Winde, die Lust, das Wasser,das Feuer, u. s w. ist, folget daraus, daß er nicht fteysey? Er ist vernünftig: seine Vernunft lehret ihn, die Stär»ke dieser Elemente zu seinem Dienste anzuwenden, und er hatdas freye Vermögen, seine Vernunft zu brauchen.

Er müßte außer der Natur seyn, u. s. w. Weil derMensch die Hihe, wann es heiß ist, und die Kälte, wannes kalt ist, empfindet; weil er an der Aloe Bitterkeit, undan dem Zucker Süßigkeit fühlet; darf man deßhalben sagen,die Freyheit werde durch diese Empfindsamkeit vernichtet?Müßten alle Wesen für ihn ihre Wesenheit verlieren, damiter ftey wäre?

Er müßte keine physische Empfindsamkeit mehr ha-ben ; er müßte weder das Gute, noch das Böse, wederdas Vergnügen, noch den Schmerzen kennen. Das ist:Damit der Mensch frey wäre, müßte er so unempfiudsam, als

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