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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
490
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4yo Freyheit.

bm? Wenn es von seinem Wollen nicht abhangt, ist erdann lobenswürdig, da er sich unterwirft, oder strafbar, daer sich nicht unterworfen hat? Wenn er weder lobenswür,diq, noch strafbar ist, wozu dienen die Belohnungen, dieihm verheißen , oder die Strafen, die ihm bestimmet sind?Mit einem Worte: wenn der Mensch nicht frey ist, läßtsich wohl Gvas ungereimters unbilligerS und lächerlicher-denken, als alle jene Rüstung von Verordnungen . Beloh,nungsn, oder Strafen, welche die gesetzgebende Macht unsvor dis Augen leget.

V.

Wir sind nicht Sinnes, hier eine philosophische Abhand,lung von der Freyheit aufjustellen. Wir genügen uns, je,ne deutlichen, einfachen, und natürlichen Begriffe, die einjeder Mensch, dafern er nur ein Bißchen achtsam ist, schonin seine Seele gepräget finden wird, und jene innerlichen Eni,pfindungen, die er unmöglich verläugnen kann, vorzutragen.Ein Mensch, der Wahrheit redet, hat an seiner F eyheil nie-mals gezweiftlt, und wird niemals daran zweifeln. Leute,welche keine andern Absichten haben, als dem Laster und denLasterhaften Schuß und Vorwand an die Hand zu bielhen,mögen wider diesen Lehrsich Schlüsse machen, so lange siewollen. Ihre Schlüsse werden nimmer beweisen, daß ihrVerstand ganz richtig, oder ihre Seele ganz redlich siy: siewerden nur beweisen, daß ihnen dieser Lehrsatz verhasstst ist,weil sie wohl einsehen, wenn sie die Freyheit gestünden, daßsie auch bekennen müßten, wie sehr sie lasterhaft und strafe,würdig sind. Wir wollen nun etliche Augenblicke verwert,den, ihre Trugschlüsse, die sie auf die Bahne bringen , zuuntersuchen.

Zwey«