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Freyheit. 48-
hatte, die Sache nicht zu thrm, erkennt man eben dadurch,daß die Freyheit eine eben so wesentliche und so nvthwendigeEigenschaft des Menschen ist, als es immer die Kräfte zudenken, zu fühlen, und zu schließen sind.
III.
Die Tugend ist der Vorzug, welchen man Dingen, diebillig und ehrlich sind, vor jenen, die es nicht sind, ein,räumet. Je mehr Bemühungen dieser Vorzug kostet underfodert, desto ehrwürdiger und lobenswürdiger ist er. DasLaster dagegen besteht in dem Vorzüge, den man Dingengiebt, welche der Ehrlichkeit und Billigkeit widerstreben. Jeweiter man von den Einsprechungen der Ehrlichkeit und Bil-ligkeit abweicht, desto tadelhafter und strafewürdiger wirdman. Diese Gesinnungen und Begriffe, die wir da vorrra-gm, erkennt ein jeder in seiner Seele, und fühlet ein jederin seinem Herzen. Aber ist dieser Vorzug etwas anders,als die Uebung und der Gebrauch der Freyheit?
Man darf nur die wahre Bedeutung der Ausdrückeverstehen, so wird man die ganze Stärke und alle Folgendieser Erweisung empfinden.
IV.
Die Macht, Gesetze zu geben, ist wesentlich in der Gesell,schüft, und ohne fie könnte die Gesellschaft nicht bestehen.Gleichwohl möchte sie immer so wesentlich und immer sonvthwendig seyn, so könnte man dennoch sich nicht entbrechen,sie für die ungereimteste Sache aufder Welt zu halten, wennder Mensch nicht frey wäre, wenn seine Handlungen nicht inseiner Willkühr stünden. Fürwahr, wenn der Mensch nichtftey ist, hängt es wohl von seinem Willen ab, sich den Ge-sehen zu unterwerfen, oder den Gesetzen nicht zu widerstrebHhs . ben?