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1 (1777) A - L
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485
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Fanatismus. 485

des Handlexikons selbsten meldet: und das zweyte steht nochzu beweisen.

2. Wenn die Thal von Alphonsen Dia; richtig wäre,so würde sie nicht das abscheulichste Beyspiel des Fanakis,mus seyn. Es wäre nicht so abscheulich, als das Beyspielauf dem Berge von Mornas, vou welchem man die Katho-lischen, diePriester, und Ordensgeistlichen hinabstürzte, dievondenHugenoten, welche unten am Berge standen, aufSpießen aufgefangen wurden. Es wäre nicht so abscheulich,als das Beyspiel so vieler Heyden, welche ihre eignen Kin-der ermordet haben/ weil sie Jesum Christum nicht abschwö,reu wollten.

VIII.

Das garstigsteBeyspiel des Fanatismus ist jenes von denBürgern zu Paris, welche in der Bartholmänacht herum-ltefen, um ihre Mitbürger, die nicht in die Messe gien-gen, zu erwürgen, zu morden, über die Fenster zu wer,fen, und in Stücke zu hauen.

* * *

Es scheint immer mehr, daß dieser Mann von der Ge»schichte nicht allzu viel weiß. Unvergleichlich garstigere Bey-spiele des Fanatismus haben die Kaiser Diokletian und Marximtan gegeben: bald, da sie an eine ganze Stadt, derenEinwohner alle Christen waren, Feuer legen ließen, wo alleMänner, Weiber, Kinder, Oberteilen von den Flammenverzehret wurden, wie es Euseb von Läsareen, ein zeitge-noßner Schriftsteller, erzählet; bald, da sie ganze Schiffe mitgefesselten Christen anfüllen ließen, die man ins hohe Meerbrachte, und in den Grund bohme,wie es eben derselbe Schrift,steller geschrieben har.