484
Fanatismus.
VII.
Bartholmä Dia;, welcher sich nach Nürnberg geflüch-tet hatte, weil er fest überzeugt war, daß der Papst derAntichrist sey, und das Zeichen des Thieres habe, warnur ern Enthusiast. Sein Bruder- Alphons Dia;, der vonRom wegreisete, um seinen Bruder heiirger Weise zu er»morden, und der ihn aus Liebe Gottes in der Thal um»brachte, war einer der abscheulichsten Fanatiker, welcheder Aberglauben jemals hat erzeugen können.
* ^ *
Aus dem lügenhaften Sleidan ist diese Begebenheit derDia; gezogen. Johann Dia;, und nicht BartholmäDiaz, fiel von der kacholischen Religion ab, und warf sichCalvinen und Bucer in die Arme. Alphons Diaz, seinBruder, reifete nach Teutschlande, um sich zu bemühen,ihn wieder zu seiner Pflicht zurückzuleiten, welches ihm nichtgelingen konnte. Eine Zeit danach wurde Johann von demBedienten Alphonsens ermordet, und man sehet bey, essen aufdas Getzerß Alphonsens sechsten geschehen. Dicß hatSleidan geschrieben; dich haben die Protestanten nach Sleirdan wiederholet; und Ließ hat der Verfasser des Handlexikonsihnen nachgeschrieben. Darüber wollen wir diese zwo kurzenAnmerkungen machen.
l. Es ist augenscheinlich, daß Johann Dia; ein wah,rer Fanatiker war, weil er sich überzeuget hielt, daß derPapst der Antichrist sey. Es ist augenscheinlich , daß seinBruder auch einer war, wenn er die Mordthat gebochen hat.Aber das erste ist eine gewisse Sache, weil es der Verfasser
des
nach Nürnbergs Johann Diaz, ein gebvhruer Spanier, ist nicht z«Nürnberg , sondern zu Neuburg an der Donau todtgeschlagm worden.