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1 (1777) A - L
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483
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Fanatismus. 48z

ttte; Judith errettete ihr Vaterland von der Knechtschaft,die für dasselbe bereitet war. Samuel übte gegen einen Ge,fangenen, der allezeit blutgierig und grausam gewesen, einegerechte Handlung aus: Aod vollzog am Eglon, was Gcä,vsla, welchen die Römer so sehr bewundert haben, gegenporsenna versuchte: Judith, um ihr Vaterland zu retten,zeigte so viele Geschicklichkeit, Tugend, und Herzhaftigkeit,daß keine aus den griechischen oder römischen Heldinnen ihrjemals gleichgekommen ist. Samuel, Aod, und Judithsind dann weder ungerecht, noch fanatisch, noch lasterhaftgewesen.

Man kann die Beyspiele der billigsten und lobwürdigstenSachen misbrauchen. Sollte dieß ein Beweggrund seyn,jene zu tadeln, die das Beyspiel gegeben haben? O meinVerfasser des Handlexikons! wie sehr misbrauchen Sie daIhre Vernunft?

Sie sagen weiter: diese Beyspiele, die im Alterthumeehrwürdig sind, wären zur gegenwärtigen Zeit abscheu-lich. Es war ehrwürdig im Alterthume, sein Vaterlandzu rette», den unbefugten Kronräubern Einhalt zu thun, dasLaster zu rächen und zu bestrafen. Glauben Sie, daß Ließalles zur gegenwärtigen Zeit abscheulich wäre? Man sagetIhnen nichts von der Falschheit, die Sie Vorbringen, daSie melden, daß die keusche Heldin» von Bethulien beydem viehischen Holophernes geschlafen habe. Man will dießfür nichts weiter anfthen, als für eine würdige Frucht ihrerunzüchtigen Einbildung.

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VII.