482 Fanatismus.
Und was sollte man einem Menschen antworten, welchersagte, daß er lieber den Menschen, als Gölte gehorchenwolle?
Wenn dieß, wie ein Fanatiker, gesprochen heißt, daman saget, daß man lieber Gotte, als den Messchen ge-horchen wolle; so war der heil ge Peter ein Fanatiker, alser, vom heiligen Geiste beleuchtet, vor dem grollen Racheder Juden eben diese Antwort gab. Die chri"lichen Mär-tyrer waren also Fanatiker, als sie lieber ihr Blut und ihrLeben hergeben, als den Kaisern gehorchen wollten, dieihnen gebothen, Götzenbilder anzubethen. Jesus Christushat also den Fanatismus geprediget, als er sprach, mansollte diejenigen nicht fürchten, die uns des gegenwärtigen Le-bens berauben können, dafern es auf die Pflichten der Reli,gion ankäme.
Man wird den Verfasser nicht beschuldigen, daß er, wieein Fanatiker, spreche. Aber man darf keck sagen, daß er,wie der verdammlichste aus allen Gottlosen, redet.
VI.
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Diese elenden Tropfen haben ohn Unterlaß das Bey« ^spiel Aods, der den Eglon ermordete, der Judith, diedem Holophernes das Haupt abschlug, da sie bey ihmschlief, Samuels, der den Röntg Agag in Stücke hieb,vor ihren Augen: sie sehen nicht, daß diese Beyspiele,die im Alterthume ehrwürdig sind, zu der gegenwärtigenZeit abscheulich wären.
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. Samuel strafte einen barbarischen König für seine Mord-thaten und Unmenschlichkeiten ; Aod befreyte sein Volk ausder Dienstbarkeit, da er einen ungerechten Unterdrücker töd-