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1 (1777) A - L
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470
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472 Ezechiel.

nicht unehrbar im Hebräischen; aber in unserer Sprache

rvürdon sie es seyn.

Wir sollen jenen schamlosen Cynikern kein Gehör gs- ben, saget Cicero, welchen misfällt, daß man die Benennung gewisser Dinge, die in sich selbsien nicht v?r- werflich sind, unehrbar nennet; oder daß man Dinge, die in sich selbsien sehr strafbar find, ohne Scheue mir ih, rem eigentlichen Namen auespncht. Der Straßenraub, der Betrug, der Ehebruch sind in sich selbsien sehr ver< dammlich, und ihre Benennungen sind nicht unzüchtig. Das ehrliche Werk ist in sich selbsien ehrlich, und der Namen davon ist eine Unehrbarkeit. Laßt uns der Na» mr folgen, und alles vermeiden, was den Ohren oder den Augen anstößig seyn kann.

Jener christlich gsbvhrme Schriftsteller mag also von einemHeyden lernen, behutsam und schamhaft zu seyn. Er solldie Vereinigung zweysr Geschlechter bey den Menschen keinePaarung pennen. Dieses Wort ist nur für die Thiere gut.Er soll nicht sagen, daß die Benennungen, welche die Schriftbrauchet, da sie von Boozen und Ruth, von Judas undThamar redet, im Hebräischen nicht unehrbar seyn. DieSchrrft deutet nicht an, ob Booz mit Ruth einen Umganggehabt habe, und bey der Begegnung des Judas und derThamar brauchet sie die anständigsten Ausdrücke. Er mageinen Lastträger das Wort: temur, durch Geburtsgliedübersehen lassen : der Gebrauch eines Lastträgers ist, unver-schämt und unwissend zu seyn. Er soll nicht den unzüchtig-sten Vers aus Hsrazen an führen, um zu beweisen, daß dieAusdrücke, welche heul zu Tage die unanständigsten wären,dortmals zu Rom, weder der Höflichkeit, noch dem Wohlstän-de

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