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1 (1777) A - L
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441
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Evangelium 441

der Nararäner, oder von den Hebräern beschaffen, in webchem alle Züge des Lebens und der Unterweisung Jesu Chri,sii sehr getreu erzählet wurden. Man kann eben dieses nochvon etlichen andern Evangelien sagen. Diese Bücher konn-ten dann von der Kirche nicht angenommen seyn , ohne daßsie deßhalben falsch waren.

Er wird im zweyten Punkte zu Schanden, weil es imersten Jahrhunderte keinen Kcher gab, welcher die GeschichteJesn Christi nicht ohngefähr also vorgetragen hat, wie siedie vier Evangelisten beschrieben haben. Cerinlhus giebtden Beweis davon an die Hand: denn er bekennt die Ge-burt , die Wunderthaten, die Auferstehung, die Himmel-fahrt Jesu Christi, wie wir selbsten sie erkennen. Man so,dert den Verführer Freret heraus, ein Evangelium aus demersten Jahrhunderte beyzubringen, welches ein Roman gewe,sen wäre, wie er es vermukhet.

Endlich wird er im dritten Punkte zu Schanden, weilIMS der heilige Ignaz, der Schüler des heiligen Johanns,berichtet, ^es habe zu seiner Zeit Christen gegeben, welchein Absicht aufdie Glaubwürdigkeit der evangelischen,cher so behutsam waren, daß sie sagten, sie wollten nur denBücherntrauen, welche sie in den Archiven der Kirchen selb«sten finden würden: diese Christen waren dann nicht so leichtzu hintergehen. Wohin zielet dann Frevels künstlicher Wör-terkram?

V.

Die falschen Evangelien, welche im ersten Jahrhun-derte ausgenommen wurden, waren nur in dieser Ab-sicht abgrfasset, damit die Religion Jesu Christi den Sieg

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