4ro Evangelium.
Laßt uns in diesem Bewerft forrfahren, und die Folgeder Zeugnisse nach der Folge der Zeiten vor die Augenstellen.
Es waren, seit dem Tode des heiligen Apostels Johanns,noch nicht vierzig Jahre verflossen, als die ersten Werke desheiligen Justins an das Licht kamen. Man lese seine zwoSchußschrrften, und sein Gespräch mit dem Juden Cry-phon; so wird man darinnen eine große Menge Stellen an-treffen , von denen etliche sehr lang sind, die aus den vier
Evangelisten gezogen waren.
Der gelehrte Clemens von Alexandrien war vor demMartyrthume des heiligen Justins gedohren. Man lese sei-ne Stromaten; so wird man sehen, daß er nicht mehr alsvier Evangelien erkennt, die von der Kirche angenommensind. Denn da er von einer gewissen Begebenheit redet, diein einem andern Evangelium erzählet wird, saget er aus-drücklich : ^ Diese Begebenheit findet man in den vierEvangelien nicht, die wir von der Rirche erhalten ha-ben ; sondern nur in dem Evangelium der Aegyptier.Ueberdas beruft er sich an unterschiedlichen Stellen seinerWerke mit Namen auf die Evangelien des heiligen Mat-thäus, des heiligen Markus, des heiligen Lukas, unddes heiligen Johanns.
Origenes war der Schüler des heiligen Clemens. Manlese seine erste Homilie über den heiligen Lukas; so wirdman dorten die überzeugendsten Beweise finden, daß die Kir-che keine andere Evangelien erkennt, oder jemals erkannthat, als jene vier, die wir hem zu Tage haben. Das Glei-che wird man im dritten Buche des heiligen Jrenäus von
den Reyereyen, in dem Buche Tertullians von den Ver-
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