Erbsünde. 42z
dft nritgetheilet wird, nicht deutlich erkennen, so sind sie deßhal,sch ben dennoch gewiß; und der Begriff, den wir von der
>!, Gerechtigkeit, Güte, und Weisheit des Schöpfers haben,
ike gestattet uns nicht, daran zu zweifeln.
y. Fünfter Schluß.
Es folget, daß wir vermittelst der Beleuchtungen, dieuns dieser Lehrsatz an die Hand beut, die hohe Weisheit je,^ uer evangelischen Grundsätze entdecken und deutlich erkennen,tzk welche die Frömmigkeit anbethet, die Vernunft bewundert,» und die Philosophie unserer Zeiten so sehr verschmähet,stz Denn da der Mensch, wann er auf die Welt kömmt, lasten
H hast, erniedriget, und der Gaben beraubet ist, die er bey sei,
>n^ uer ersten Schöpfung erhalten hatte; da die Unordnung an
M allen seinen Kräften herrschet, und da er so heftige Triebe
>ki zum Laster fühlet; da die Liebe zu sinnlichen Gütern in sei,
ßp nein Herzen über die Vernunft so oft die Oberhand gewinnt,
und da er, ungeachtet der Beleuchtungen, die er noch übrigh,n, hat, mit so vieler Hitze Gegenständen nachjaget, welche nurtaugen, ihn noch lasterhafter, und folglich noch unglückseli-ger zu machen: darf man sich über den Fluch nicht wundern,den die eingefleischte Weisheit wider die Liebe der sinnlichenist«, Güter und die Neigung zu den sinnlichen Gütern gesprochen
rß hat. Diese Liebe hat den ersten Menschen der Gaben und
x hj Vorzüge beraubet, womit er bey seiner Schöpfung bekleidet
Ißx war ; und eben diese Liebe entfernet noch heut zu Tage den
Menschen von seinem Schöpfer.
V Sechster Schluß.
K>! Es finget, daß aus allen Lehrsätzen keiner den Ungläubi,^ Ztn, den Philosophen, den Freydenkern'so sehr misfallenmuß, als der Lehrsatz von der Erbsünde, weil keiner fähiger^ 'st, den Hochmmh -es Menschen zu unterdrücken; seine Ei,s Dd 4 telkeit
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