424 Erbsünde,
telkeit herabzusehen; ihm zu zeigen, wie lächerlich das Wohl-gefallen sey, das er an sich selbsten und an seinen kleinenFähigkeiten hat; ihn von seiner Habsucht zu heilen, die alle,zeit, oder beynahe allezeit ungerecht ist; ihm die Gefahr derWohllüste zu erkennen zu geben; ihm ein kleines MiStrauei,auf alles, was ihm zum meisten schmäuchelt, einzuflößen.Es ist unmöglich, daß ein Lehrsatz, welcher die beliebtestenLaster so ausdrücklich verdammet, und die strengsten Tugen,den so kräftig gebeut, Leute nicht erschrecke, und aus derFassung bringe, die keine andern Grundsätze kennen, undkeinen andern Regungen folgen, als jenen, die ihnen derStolz, der Eigendünkel, die Liebe zur Wohllust eingeben.
Dergleichen Leute empören und ereifern sich wider einenLehrsatz, von welchem sie selbst die unseligen Folgen ersah,ren; und ihre Ausschweifungen, und ihre Denkensartgeben noch besser von seiner RichtigkeitZeugniß.