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1 (1777) A - L
Entstehung
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421
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Erbsünde. 42 l >

§. III.

ir Wir wollen alles, was der Leser von diesem Hauptlehr,li, säße der Religion glauben und zugeben soll, wiederholen,

>!' und durch einfache und deutliche Schlüsse ihm vor die Augen

^ legen.

Erster Schluß.

Aus allem, was wir in diesen dreyen Artikeln vorgetra,

^ gen haben, folget, daß der Lehrsatz von der Erbsünde ein ummnstößlicher Lehrsatz ist, weil er in der göttlichen Schrift sodeutlich verzeichnet steht; weil ihn das Licht der Vernunft^ allein schon im Dunkeln wahrgenommen hatte, und weil^ man einen sehr lebhaften Schein davon in den alten Erbleh,

^ ren antrifft; weil dieser Lehrsatz das einzige Mittel ist, die. Ursachen des betrübten Zustandes des Menschen zu entdecken,

1 und zugleich den Schöpfer zu rechtfertigen. Der menschlicheStolz, und die unruhige Neugierde, können zwar einige Be,

^ schwernisse dagegen einwenden, welche nichts weniger als un-^ auflöslich sind, oder sie können ihn durch unbestimmte und^ ungegründete Fragen anfechten: aber man kann unmöglich^ die siegreichen Beweise widerlegen, welche die Christen vonW dieser Wahrheit beybringen.

' Zweyter Schluß.

^ Es folget, daß die Erbsünde hauptsächlich in folgenden^ Stücken besteht: l. in der Herabsetzung der menschlichenNatur, welche der ursprünglichen Gerechtigkeit beraubet ist;

«llk 2. in der Verwirrung und Unordnung, welche der Verlurst

P dieser Gerechtigkeit in dem Vermögen und de» Kräften des

Menschen gestiftet hak; z. in jenem Hange und jenen Nei«

^ Zungen, welche ihn antreiben, gleichsam natürlicher Weise,

^ seine Liebe und seineEmpfindungen den Geschöpfen zu widmen,anstatt daß er sie dem Schöpfer widmen sollte: daraus ent,

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