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1 (1777) A - L
Entstehung
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419
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Erbsünde. 419

« Erbsünde; sondern auch die richtigste Erläuterung einer der- schönsten Stellen im heiligen Paul von eben diesem Stoffs,t, Er redet dort als ein begeisterter Schriftsteller, und als der>i- Werkzeug des heiligen Geistes, und er redet zugleich, alstz her tiefdenkendste und aufgeklärteste Philosoph. Alles, waser also saget, ist nothwendig wahr, und verdienet von unsermr, Verstände alle Ehrerbiethung und Unterwerfung: und einMensch, welcher aus das, was in ihm selbst vorbeygeht,

U das ist, auf jene immerwährende Widerseßung zwischen sei,kj ner Einsicht und seinen Neigungen, zwischen seiner Vernunft>i« und seinen Leidenschaften merket, wird erkennen, daß allesl« dieses von dem Lehrer der Völker vollkommen erläutert undfi» entwickelt worden ist. Wir wollen diese wichtige Stelle an, ^!kit führen, welche ganz leicht zu begreifen seyn wird, wenn manik» bedenket, daß der Apostel durch diese Worte, welche er brau,

W chet: Die Sünde, die in «ns wohnet, das Verderbniß undiS, die Unordnung versteht, welche die Sünde Adams in demM Leibe des Menschen hervorgebracht hat. ^

^ Was in mir vorbeygeht, saget er, kann ich nicht begreifen: denn ich wirke das Gute nicht, das ich will,

und ich wirke das Böse, das ich nicht will. Wenn ich^ aber das Böse wirke, das ich nicht will, so gestehe ich

^ eben dadurch, daß das Gesetz billig sey, welches mir das

^ Böse verbeut. Alsdann wirke nicht ich das Böse, son,

M dem die Sünde, die in mir wohnet: denn ich weiß, daß

^ ,» das Gurr, die Neigung zum Guten, nicht in mir,

das ist, in meinem Leibe wohnet. Ich fühle, daß ich den besten Willen zum Guten habe, und ich befinde mich^ nicht im Stande, dasselbe zu wirken. Und weil das

< Böse,

M ' Rm. VII.

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