Erbsünde. 417
i!, Augenblicks wurden sie vom unseligsten Tode getroffen,h, ra sie das Leben der Gnade verloren; sie wurden der Vorzüge>t, der ursprünglichen Gerechtigkeit und der Unsterblichkeit be,rauhet; die Triebe der Liebe gegen den Schöpfer traten derbii Liebe zu den erschaffenen Dingen die Stelle ab. Sie wur-
«y den nur von sinnlichen Gütern mehr gerühret; die Hitze des
E Geblütes machte auf sie den stärksten Eindruck; es stiegenin ihrer Einbildungskraft Dünste auf, welche die Vernunft^ schwächten und verdunkelten; die Neigung und der Hang zurrs Wohlluft wurden mehr und mehr erhitzet: als sie sahen,
> „ daß sie bloß waren schämten sie sich vor einander, weil von
W derselben Zeit an, ihre Empfindungen von einer fleischlichenHeftigkeit geordnet wurden, und nicht mehr die Weisheit^ und die Vernunft zu ihrem Ursprünge hatten. Endlich er,fuhren sie beyde den erschrecklichsten Tod , weil sie der ur,E sprünglichen Gnade und Gerechtigkeit starben. .
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In diesem Stande des Verderbnisses wurden von Adamund Even Kinder erzeuget. Die Kinder waren ihren sünd-haften Ackern ähnlich. Das Blut, das sie ihnen mittheil,ten, raugete nur, die Leidenschaften zu nähren und zu unter-halten. Die Begierlichkeit wurde in ihnen eben so unge,horsam gegen die Vernunft, und so brünstig, als in ihremVater. Alles war an ihren Personen übel geordnet. Gotterkannte nicht mehr sein Ebenbild daran, an welchem er seinWohlgefallen hatte; er sah nur ein verunstaltetes Bild, dasseines Zornes würdig war. Die Kinder waren dann, auf eineunglückliche und nothwendige Weise, ihren strafbaren Aelternallzu ähnlich, und verdienten nur allzu wohl, von demSchöpfer mit eben demselben strengen Auge und Gefühle,wie sie, angesehen zu werden.
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