4is Erbsünde,
hinwenden konnte, von der unendlichen Macht, Weisheit,und Freigebigkeit des Schöpfers zeugete, und gleichsam noch,wendiger Weift, seine Bewunderung, seine Dankbarkeit,und seine Liebe gegen den Schöpfer nach sich ziehen mußte.
Aber Gott wollte mit einer willkührlichen Liebe geliebetwerden, weil sich für ihn geziemte, diese allein von einemverständigen und freyen Geschöpfe zu fodern. Er wollte miteiner vorzüglichen Liebe geliebet werden, weil es anständigwar, daß der göttliche Willen allezeit die Richtschnur d<smenschlichen Willens ftyn sollte. Er wollte mit einer grcß-müthigen Liebe geliebet werden, weil der Mensch, wenn ergleich mit so vielen Gaben bereichert, mit so vielen Güternumgeben, mit so vieler Ehre begabet war, dennoch allzeitalles auf seinen Schöpfer beziehen mußte, ohne jemals dieMindeste Absicht auf sich selbst, oder auf irgend ein anderesGeschöpf zu haben. Auf die Ausübung einer so billigenLiebe hatte Gott die Verheißung angeheftet, die er Adamgegeben hatte, daß er ihn in seinem glückseligen Stande erhal,ten, und ihm die Unsterblichkeit schenken wolle.
Unterdessen führte der Teufel nichts, als Haß und Rach,sucht, wider den Schöpfer im Sinne, und unterwand sich,wie wir gesehen haben, den Menschen, welcher noch unschul,dig war, und den er um seinen Glücksstand beneidete, inseinen Ungehorsam und sein Unglück zu verwickeln. Er über-raschte die Geftllinn Adams zu einer Zeit, da sie nicht bryihrem Manne war; erschmauchelte ihr, verführte sie, undbewog sie von der verbothenen Frucht zu essen. Eva aß da-von, und beredete ihren Mann, auch davon zu essen; undauf ihren Ungehorsam folgt« alsbald die Strafe, womit siebedrohet worden waren.
Augen,