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1 (1777) A - L
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Erbsünde. 415

r, Len; ^ weil alle, nachdem die menschliche Natur verderbet

§ «erden ist, als Kinder des Zornes gebohren werden; «und

r, weil alle eine sehr heftige Neigung und einen starken Hangzur Sünde an sich tragen.

^ Dieses ist der Grund der ganzen Lehre, welche die CHri,sien von der Erbsünde annehmen, und wobey sie nichts an,treffen; ja sogar beweisen, daß man nichts antreffen könne,was für die Weisheit, Heiligkeit, und Gerechtigkeit desSchöpfers unanständig wäre. Wir wollen es mit kurzen^ Worten erklären und aus einander legen.

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§. II.

Die Absichten Gottes bey der Schöpfung des Menschenwaren voll Wohlthätigkeit und Liebe gewesen. Er wolltedm Menschen glücklich machen ; er wollte von ihm geliebetwerden. Damit er ihn glücklich wachere, hatte er die Er-de mit den kostbarsten Gütern gezierer und bereichert; erhatte ihn, als den Herrn und Gebiether über alles, was sieenthielt, darauf gesetzet; alles gehorchte seiner Stimme, sei-nen Befehlen, seinem Willen. Seine Vernunft war reinund richtig, und alle seine Neigungen, sein Geschmack, sei,ne Triebe wurden von der Vernunft regieret. Diesen natür,lichen Gaben hatte Gott die ursprüngliche Gerechtigkeit nochbeygeschet, welche die Seele mit ihrem Schöpfer vertrauli,cher vereinigte, welche ihr die erhabensten Kenntnisse eingoß,und die größeste Liebe zur Tugend beybrachte.

Damit Gott von dem Menschen geliebet werden möchte,hatteer, durch die Menge, die Mannigfaltigkeit, die Prachtseiner Werke, seine Vollkommenheiten gleichsam sichtbar ge<wachet, also, daß alles, wo immer der Mensch seine Augen

hin-

' Cphes. N.

»' Rom. VH.